Geschichte

Die Firma Bächtold & Moor AG ist aus dem Zusammenschluss der beiden alt eingesessenen Berner Ingenieurbüros Bächtold AG und Moor Hauser & Partner AG hervorgegangen.

Sie wurde am 1.7.07 gegründet. Der Handelsregistereintrag erfolgte am 20.06.07

Die Geschäftsleitung und sämtliche Mitarbeitenden wurden von den beiden Vorgängerfirmen übernommen.

Ab dem 21.9.09 können wir Sie in der Stadt Bern an einem Standort begrüssen, der Hauptsitz an der Giacomettistrasse 15 konnte erweitert werden und der seit der Fusion vor zwei Jahren angestrebte örtliche Zusammenschluss endlich vollzogen werden.

Nachfolgend entdecken Sie die Geschichte der beiden Vorgängerfirmen.

Bächtold AG

Im Jahre 1954 hat der bekannte Brücken- und Kraftwerkingenieur Jakob Bächtold das Ingenieurbüro Jakob Bächtold als Einzelfirma in Bern gegründet. Neben Expertentätigkeit bei verschiedenen grossen Wasserkraftwerken, z.B. beim Bau der Grande-Dixence, konnte bei verschiedenen Grossprojekten mitgearbeitet werden wie Bahnhofneubau Bern, Parkterrasse Grosse Schanze Bern, Allmendtunnel der Autobahn N6 in Thun, rechtsufrige Brienzerseestrasse. Neben seiner Tätigkeit als Ingenieur und Büroinhaber war Jakob Bächtold noch stark in der Politik engagiert. So war er von 1957 bis 1964 im Grossen Rat des Kantons Bern und von 1959 bis 1979 Nationalrat. Aus heutiger Sicht kann Jakob Bächtold als Visionär und Vordenker betrachtet werden, engagierte er sich doch schon in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts sehr stark für den Naturschutz. Von 1960 bis 1969 war er Präsident des schweizerischen Bundes für Naturschutz. Dieses Engagement für die Natur hat die Projekte des Büros wesentlich geprägt und wirkt noch bis heute als einen der Grundpfeiler für die Arbeit der Firma.

1967 erfolgte der Umzug von der Schosshaldenstrasse an den heutigen Standort der Giacomettistrasse 15 in Bern.

Im Jahre 1970 hat Jakob Bächtold seine Firma in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und einige langjährige Mitarbeiter an der Firma beteiligt. 1971 traten Peter Frieden dipl. Bauing./ETH und Urs Graf dipl. Bauing./ETH in die Firma ein, wo sie schon nach einem Jahr in die Geschäftsleitung aufstiegen.

Diese führten sie gemeinsam und sehr erfolgreich bis ins Jahr 2005, wobei kontinuierlich jüngere Ingenieure mit in die Verantwortung aufgenommen wurden und sich der Mitarbeiterbestand auf rund 35 erhöhte.

Als prägnante Bauwerke dieser Epoche stehen u. a. das Gesamtausbau-Konzept der Grimselstrasse samt Realisierung eines Grossteils der Aus- und Neubauten, die rechtsufrige Brienzerseestrasse, die Umfahrung Frutigen, der Tunnel Les Vignes der N1 bei Murten, der Neubau des PTT-PC-Zentrums Engehalde in Bern, die Umfahrungsstrasse T10 im Seeland sowie die Skymetro Airport 2000 des Flughafens Kloten.
Unter unserer Federführung entstand in 10-jähriger Planungs- und Ausführungsphase der NEAT-Abschnitt "Anschluss Frutigen" an der Lötschbergachse, beim Basistunnel zeichneten wir für die örtl. Bauleitung des Abschnitt Nord verantwortlich.

Seit Anfang der 80-iger Jahre war und ist die Bächtold AG gesamtschweizerisch mit den Ausbau- und Infrastrukturprojekten der militärischen und zivilen Flugplätze betraut.

Neben Infrastrukturbauten des öffentlichen und privaten Verkehrs tragen zahlreiche unterirdische militärische Kommando- und Schutzanlagen zu unserer Kompetenz im Untertagebau bei.

Einige der interessantesten Mandaten die die Bächtold AG bearbeiten durfte, entstanden aufgrund von in Eigen-Initiative ausgearbeiteten Ideen-Vorschlägen, welche schliesslich zum Auftrag führten.

Ebenfalls in diese Zeit fallen die Eröffnung der Filialen Thun, Schönried und die Übernahme des Ingenieurbüros Wälchli in Murten. Dieses wurde 2005 in die Filiale Kerzers überführt.

Die umweltbewusste Tradition der Bächtold AG zeigt sich dadurch, dass im Jahre 1998 nicht nur das Qualitätsmanagement der Firma nach ISO 9001, sondern auch das Umweltmanagement nach ISO 14001 erfolgreich eingeführt und zertifiziert wurden.

Auf Ende 2005 traten die beiden Seniorpartner Peter Frieden und Urs Graf aus der Geschäftsleitung zurück und die Bächtold AG wurde von den Geschäftsleitern Peter Jaberg, Toni Haldi, Markus Meer und Ulrich Sennhauser geführt.
Auf 1.1.07 ist Toni Haldi aus der Firma ausgetreten und die Filiale Schönried wurde aufgelöst, resp. in die neue unabhängige Firma Haldi Design AG überführt. Die langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit wird weitergepflegt, die beiden Firmen halten eine gegenseitige Minderheits-Beteiligung und nehmen Einsitz in den jeweiligen Verwaltungsrat.

 

Moor Hauser & Partner AG

Im Laufe der Zeit hat das Berner Ingenieurbüro "Moor Hauser & Partner AG" seinen Namen mehrmals gewechselt. Die Stationen des Ingenieurbüros zeigen auch ein Stück Baugeschichte auf.

Als 1926 Ernst Burgdorfer und Franz Lauterburg das Ingenieurbüro "Burgdorfer & Lauterburg" gründeten, umfassten die ersten Aufträge vorwiegend Wohn- und Industriebauten, Projektierungen und Bauleitungen von Strassen sowie Meliorationen und Entwässerungen. Seit der Gründung befand sich das Ingenieurbüro an der Gutenbergstrasse 14 im Herzen von Bern. Das Mitarbeiterteam umfasste damals zwei Ingenieure, zwei Techniker und eine Sekretärin, jährlich wurden dreissig bis vierzig Aufträge bearbeitet. Als erster Auftrag durfte das Büro die Ingenieurarbeiten für den Neubau der Kammgarnspinnerei in Interlaken ausführen. Die Studien für den Viadukt der SBB an der Lorrainehalde gehörte zu den interessantesten Aufträgen jener Zeit. 1942 gewannen "Burgdorfer & Lauterburg" den 1. Preis im Wettbewerb zum Bau der Monbijoubrücke.

Bereits in den 50er Jahren entstanden in der Schweiz die ersten Spannbetonbrücken. Ernst Burgdorfer war ihr Pionier. Die neue Dalmazibrücke und die Brücke über die Saane bei Gümmenen zeugen davon. In den 60er Jahren nahm die Zusammenarbeit mit dem Autobahnamt des Kantons Bern zu. Das inzwischen zur Firma "Dr. Burgdorfer & Moor" umbenannte Ingenieurbüro projektierte Autobahnabschnitte und erstellte mehrere Brückenbauten an den Nationalstrassen rund um Bern. Die Planungsarbeiten zur Sanierung der Kirchenfeld- und Monbijoustrasse brachten den Einstieg in die Verkehrsplanung. Im Jahre 1969, nach 43 Arbeitsjahren, trat Dr. Ernst Burgdorfer in den wohlverdienten Ruhestand. Die dadurch entstandene Lücke wurde durch den Sohn Wilfrieds Moor, Peter Moor, geschlossen. Nach seiner Rückkehr aus Amerika übernahm er die Abteilung Statik, das Büro wurde in „W. + P. Moor“ umbenannt. Im Hinblick auf den bevorstehenden Rücktritt Wilfried Moors gelangte Peter Moor an seinen langjährigen Freund und Studienkollege Roger Hauser, der seinerseits das Ingenieurbüro HAWAG führte. 

1982 schlossen sich die beiden Firmen "W. + P. Moor" und das Ingenieurbüro "HAWAG" zum Ingenieurbüro "Moor & Hauser AG" zusammen.

Im Sommer 1997 wird mit der Umwandlung zur "Moor Hauser & Partner AG" die Kontinuität der Firma sichergestellt. Seit 2005 steht die Firma unter der Leitung der heutigen Partner Hansruedi Schlecht und Andreas Keller.

 

 
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